Brennerei Brück
Die Brennerei in der Fränkischen Schweiz
Bestellhotline +49 (0) 9197 627339

Pressebericht

Die besten Brenner in ganz Bayern

Meister aus dem Kreis Forchheim wurden nach zweijährigen Lehrgang ausgezeichnet


Nur wenige Kilometer voneinander entfernt leben vier Meister ihres Fachs:
Deutschlands bester Brennmeister, ein auf alte Sorten spezialisierter Bioland-Brenner, Frankens erste Brenn-Meisterin und die einzige Sektmanufaktur Oberfrankens, die im Champagner-Verfahren Apfelschaumwein herstellt.

Sie alle haben von Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in Deutenkofen bei Landshut kürzlich die Meister-Urkunde überreicht bekommen.


Egloffstein-Bieberbach

Zwei Jahre für den staatlich anerkannten Ausbildungsberuf "Brenner" und zwei Jahre für den Meisterkurs haben die Preisträger noch einmal die Schulbank gedrückt, viele 1000 Euro investiert, weite Wege auf sich genommen. "Dabei ist es gar nicht vorgeschrieben, dass man als Obstbrenner eine Aus- oder Fortbildung machen muss", sagt Klaus Brück (47), der als einziger landwirtschaftlicher Brenn-Meister Deutschlands die Note "sehr gut" in Praxis und Theorie erreicht hat.

Mit ihm waren neben 16 Kollegen aus Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und dem Saarland drei Brenner aus der Fränkischen Schweiz wegen der Meisterprüfung in Freiburg im Breisgau. "Wir haben den weiten Weg bis an die französische Grenze nicht gescheut, weil die Arbeitsabläufe immer komplexer werden, die Anforderungen immer größer, und die Veränderungen immer schneller kommen." Es sei eine "anstrengende Zeit" gewesen, und eine Herausforderung. "Aber es war der richtige Weg."

Gerade für kleine Familienbetriebe sei das entscheidend. "Wir können nur kleine Mengen produzieren und müssen auf Qualität setzen." Seine Aufgabe sehe das Meister-Quartett darin, dass der Endverbraucher einen Bezug zum Produkt bekomme. Bei seinen Brennerei-Führungen erfahre Klaus Brück immer wieder, dass seine Kunden bereit sind, mehr zu zahlen, sobald sie merken, wie viel Arbeit, Frucht und Leidenschaft im Produkt stecken.


"Vom Baum in die Flasche"

Bei den Lehrgängen in Offenburg, Weinsberg und Emmendingen-Hochburg standen Unternehmensführung, Vermarktung, Brennereitechnologie, Betriebs- und Verfahrenstechnik sowie Beurteilung und Präsentation von Destillaten im Focus. "Wie man die Frucht vom Baum in die Flasche, und die Flasche an den Kunden bringen kann." Dabei haben Brück und seine Kollegen auch den Erhalt der heimischen Streuobstwiesen im Blick. Das Angebot der Brennerei Brück ist mit 42 Sorten sehr umfangreich. Darunter Klassiker wie Apfel, Birne, Kirsche oder Mirabelle, aber auch Raritäten wie Quitte oder Reneklode. Auch mit exotischen Neuheiten experimentiert Brück, etwa einem Granatapfel-Likör.

Neben Klaus Brück gibt es drei weitere Brenn-Meister: Johann Schilling (49) aus Wiesenttal/Streitberg, der dort auch eine Manufaktur betreibt, die Apfelschaumwein nach dem Champagner-Verfahren herstellt. Als erste Frau Frankens hat Anni Reichold (49) von der Brennerei Peterhof in Leutenbach/Ortspitz die Meister-Prüfung bestanden. Mit Ehemann Gerhard stellt die Edelbrand-Sommeliére Edelbrände, Fruchtliköre und Kräuterspezialitäten her. Über die Meisterurkunde freut sich auch Willibald Schmidt (59) aus Leutenbach/Mittelehrenbach. "Unsere Spezialitäten sind im Holzfass gereifte Brände und Raritäten wie die fränkische Mollerbusch-Birne." Zu den Absolventen der Brennereiausbildung aus dem Kreis Forchheim zählen auch Heidi Brehmer-Knauer (Hiltpoltstein), Barbara Haas (Pretzfeld), Emil Zehner (Kunreuth) sowie Volker Gronauer (Forchheim).

Brennerei-Führungen sind bei Brück in Bieberbach jederzeit möglich. Anmeldung und Informationen bei Klaus Brück unter Telefon (09197) 593 oder im Internet unter www.brennerei-brueck.com

Meisterpreis für Klaus Brück

In Deutenkofen wurden den Brennmeistern Klaus Brück, Anni Reichold, Willibald Schmidt und Johann Schilling (v.li.) ihre
Preis-Urkunden von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (Mitte) überreicht.

 

Quelle:
Bericht: Nordbayerische Nachrichten Forchheim
Foto: Staatsministerium